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Cobra Strike 2016 - Gemeinschaftsübung "Erdbeben in Arnland"

Am 2. April 2016 führte das THW Mainz - unter dem Namen "Cobra Strike 2016" - eine Gemeinschaftsübung mit der US-Army und der Bundeswehr durch.
Als Übungslage wurde ein Erdbeben in dem fiktiven Staat "Arnland" angenommen, der daraufhin um internationale Unterstützung gebeten hat.

Nachdem die Charlie Kompanie des 457th Civil Affairs Battalion der US-Army aus Wackernheim und das THW Mainz bereits seit Jahren freundschaftlich verbunden sind und auch schon mehrere gemeinsame Ausbildungen durchgeführt haben, fand am 2. April 2016 eine gemeinsame Bergungsübung statt. An dieser beteiligte sich auch das Sanitätunterstützungszentrum Köln-Wahn der Bundeswehr mit einer sogenannten Rettungsstation und einer mobilen Sanitätsstaffel Einsatz.

Als Übungsobjekt diente das Trainingsgelände der US-Army in der Nähe des Flugplatzes Mainz-Finthen. Dieses stellte eine Stadt im fiktiven Staat Arnland dar, in welcher nach einem starken Erdbeben mehrere Häuser beschädigt waren und in der es viele Verletzte und Verschüttete gab. Die Regierung von Arnland bat um internationale Hilfe bei den Rettungsmaßnahmen.
Neben den Spezialkräften des Civil Affairs Battalion der US-Army wurden auch eine Sanitätseinheit der Bundeswehr sowie die beiden Bergungsgruppen und die Fachgruppe Führung und Kommunikation des THW Mainz nach Arnland entsandt.

Vorort mussten zunächst umfangreiche Erkundungsmaßnahmen durchgeführt und eine eigene Infrastruktur geschaffen werden.
Außerhalb der zerstörten Stadt errichtete die Bundeswehr eine mobile Rettungsstation und richtete zusammen mit der US-Army auch einen Kommandoposten ein. An diesen wurde die Führungsstelle des THW angebunden, um die Kommunikationswege zwischen den Beteiligten möglichst kurz zu halten. Da die Funkgeräte von Bundeswehr und THW nicht kompatibel sind, wurde durch den Fernmeldetrupp der Fachgruppe FK kurzerhand eine Telefonverbindung mittels Feldtelefonen errichtet. Somit konnte die Sanitätsstaffel Einsatz der Bundeswehr, die Kräfte der US-Army und die Bergungsgruppen des THW koordiniert in den Einsatz gebracht werden.

In der zerstörten Stadt galt es mehrere Personen aus ihren eingestürzten Häusern zu befreien und an die Sanitäter (Medics) der Bundeswehr zu übergeben. Hierzu mussten zunächst diverse Hindernisse beseitigt und Mauerdurchbrüche erstellt werden. Ebenso mussten schwere Lasten angehoben werden, um darunter eingeklemmte Personen zu befreien. Erst danach konnten die Verletzten ins Freie gebracht bzw. aus den oberen Etagen der Häuser abgeseilt werden.

Während es anfänglich noch gewisse "Berührungsängste" zwischen den einzelnen Organisationen gab, entwickelte sich im Laufe der Zeit eine immer intensivere Zusammenarbeit und man arbeitet sowohl bei der Rettung der Verletzten, wie auch bei deren Behandlung und dem anschließendem Abtransport zur Rettungsstation Hand in Hand.
Dies war auch zwingend notwendig, denn als zusätzliche Übungslage wurden mehrere Explosionen von Gasleitungen eingespielt. Diese sorgten auch für "Opfer" unter den Hilfskräften, so dass die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten unumgänglich war, um die eigenen Kameraden schnell aus dem Gefahrenbereich zu bringen.

So fiel dann auch nach dem Ende der Übung das Fazit positiv aus. Erstmals haben die Sanitäter der Bundeswehr mit Bergungskräften des THW in einer Bergungslage zusammengearbeitet und auch für unsere Kräfte war die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr eine Premiere, die viele neue Eindrücke vermittelte. So stieß zum Beispiel das Behandlungsplatzkonzept der Bundeswehr auf großes Interesse. Hierbei werden die Patienten sternförmig um die Materialablage angeordnet und versorgt.

 

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Fotos: Stephan Dinges / Axel Reinhardt